Vereinsgeschichte
Tucholsky Bühne e.V.
Auch die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt.
Laotse
Am 27. September 1996 sang und spielte ein Ensemble aus dem Kollegium der Kurt Tucholsky Gesamtschule Minden Lieder und Texte von Kurt Tucholsky. Niemand ahnte, dass das der Beginn einer Reise sein würde, die auch dreißig Jahre später noch nicht zu Ende ist.
Im Jahr 2001 wurde die Bühne ein e.V. der inzwischen mehr als 500 Mitglieder hat.
In den ersten 12 Jahren unserer Vereinsgeschichte haben wir an ständig wechselnden Orten gespielt.
Wir waren im Innenhof des BZA am Klausenwall, im Preußen Museum, in der Bürgerhalle des Mindener Rathauses und in der Scheune des Biobauernhofes Strootdrees in Harsewinkel. Wir waren im Puff am Rampenloch und in der Tischlerei Gieseking, im Botanischen Garten und im Besucherbergwerk Kleinenbremen. Wir waren in Bad Oeynhausen und in Hävern, aber ein Höhepunkt war im Oktober 2013 die Aufführung von Kurt Tucholsky Stück „Christoph Kolumbus oder die Entdeckung Amerikas“ im Haus der Russischen Kultur in Berlin – Friedrichstraße.
Nein, diese Aufzählung ist nicht vollständig und einige dieser Orte gibt es schon gar nicht mehr, aber die Tucholsky Bühne spielt weiter.
Wir sind nämlich im Jahr 2008 in das Fort A gezogen und haben die alte Festung in ein wunderschönes Theater verwandelt. Die Sommerbühne im Fort A. Sicher eine ganz besondere Fügung, wenn eine Bühne, die benannt ist nach Kurt Tucholsky in einem Bau, der für das preußische Militär gebaut wurde, Theater spielt.
In den 30 Jahren unseres Bestehens haben wir 72 Theaterstücke inszeniert und 272 Konzerte, Gastspiele, Märkte, Lesungen und Kunstausstellungen im Fort A gehabt. Ratsfraktionen, Bahnexperten, Lokalzeitungen und Architekturstudenten haben das Fort genutzt und wenn die Kinder vom Kulturrucksack kommen, wackeln manchmal die dicken Wände.
Unsere Bühne finanziert sich komplett durch Eintrittsgelder, durch Mitgliedsbeiträge und gelegentliche Spenden.
Wir sind alle lupenreine Amateure. Bei uns bekommt keiner einen einzigen Cent für seine Mitarbeit, alle Einnahmen werden wieder in den Bühnenbetrieb gesteckt. Allerdings kaufen wir manchmal professionelle Hilfe von Choreograpen, Gesangslehrern oder Stimmausbildern ein.
Eigentlich stimmt das Motto unserer Bühne „… nix als Theater“ schon lange nicht mehr.
Aber weil es soviel Programm gibt und weil die Jungs von PAcKT an uns jedes Jahr so tatkräftig dabei helfen, dass Fort A in Schuss zu halten, haben wir jetzt noch ein zweites Motto: FORT A – FORT EVER!