Nutzung als Spielort

Das Fort A – ein Ort für „… nix als Theater“

Das großartige Potential dieser runtergekommenen Ruine war beim ersten Besuch wirklich nicht leicht zu erkennen.

Da lag kniehoch Schutt in den Gängen, die Brombeerranken wuchsen auf der einen Seite durch die zugemauerten Fensterlöcher rein und auf der gegenüberliegenden Seite wieder raus.

Der Innenhof war ein kleiner Wald, völlig zugewuchert von Gestrüpp und Bäumen, das Eingangstor war notdürftig verrammelt, der Umgebungsgraben unter meterhohen Sträuchern nicht mehr zu erkennen und trotzdem….

lag da ein hufeisenförmiger Innenhof, umschlossen von hohen Mauern und die Atmosphäre ließ von „Dornröschen“ bis zu „Mutter Courage“ Theaterbilder wachsen. Die Courage ist es dann auch als erstes Stück geworden. Drei untere und drei obere Auftrittsorte geben der Regie vielfältige Möglichkeiten, die große Bühnenfläche bietet Platz für Massenszenen aber mit der richtigen Beleuchtung lassen sich auch intimste Räume schaffen.

Freilichttheater trägt natürlich immer ein Wetterrisiko und es gab in jeder Saison Regenausfälle. Aber dagegen steht das einzigartige Flair, wenn sich einer warmen Sommernacht der Nachthimmel über den uralten Mauern aufspannt.

Das Fort A ist aufgebaut aus zwei ca. 140 Meter langen Gängen. Der obere wird konsequent freigehalten für Ausstellungen und Märkte.

Im Untergeschoss gibt es jetzt Garderoben für die Schauspieler, Werkstätten für den Bühnenbau und Lagerraum für Baumaterial schaffen. Eine Toilettenanlage musste eingebaut werden und die Bar dient Publikum und Ensemble in den Pausen und danach als Ort für Gespräche und als Versorgungsstation für alle Arten von „aromatisierten Getränken.“

Kein Wunder, dass längst nicht nur die Tucholsky Bühne diesen Ort nutzt. Wenn man die vielen Konzerte, Lesungen, Ausstellungen usw. im Sommer erlebt, dann heißt es längst nicht mehr ausschließlich „… nix als Theater“.