Ein ganzes Leben in zwölf Tagen

Ein ganzes Leben in zwölf Tagen

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Die Tucholsky-Bühne zeigt „Oskar und die Dame in Rosa“ nach einer Erzählung von Eric-Emmanuel Schmitt.

Von Rolf Graff
Minden (rgr). Alle Therapien haben nicht angeschlagen. Der zehnjährige Oskar ist unheilbar an Krebs erkrankt, hat nach der Knochenmarktransplantation aufgrund der „Chemo“ alle Haare verloren und wird deshalb von allen anderen Kindern auf der Station Eierkopf genannt. Er weiß, dass er nur noch wenig Zeit zu leben hat. Es macht ihn traurig, dass seine Eltern damit nicht umgehen können und obwohl er ihr Auto entdeckt hat, vor seiner Zimmertür wieder kehrt machen. Auch seine Ärztin Dr. Düsseldorf weiß nicht, wie sie mit ihm reden sollte. Aber in diesem Krankenhaus gibt es diese Damen, die sich ehrenamtlich um Kranke kümmern und von einer von ihnen, mit der er offen über alles sprechen kann, fühlt er sich verstanden. Er nennt sie bald Oma Rosa und wird bei ihr alle seine Fragen zu Krankheit und Tod, Leben und Liebe, Gott und die Welt los. Sie erreicht, dass sie ihn jeden Tag besuchen darf.

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Oskar (Allegro Sprute) hat in Oma Rosa (Heidi Kroencke) eine treue Begleiterin gefunden: Die Mindener Tucholsky- Bühne „Oskar und die Dame in Rosa“ als Zwei-Personen-Stück im Januar auf die Bühne. Foto: Rolf Graff